Stundensatz berechnen

Stundensatz berechnen 2026: kostenloser Online-Rechner

Mit diesem Rechner kannst du deinen Stundensatz berechnen – rückwärts vom Wunsch-Netto statt nach Bauchgefühl. Trag dein Ziel-Jahresnetto, deine Betriebskosten und deine realistische Auslastung ein; der Rechner zeigt dir Mindest- und empfohlenen Stundensatz sowie den Tagessatz. Darunter erklären wir die Formel und verlinken berufsspezifische Benchmarks.

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empfohlener Stundensatz (netto, zzgl. USt)

Mindest-Stundensatz–
Tagessatz (8 h)–
inkl. 19 % USt–

Orientierungswert, keine Steuerberatung. Die Steuer- & Sozialquote ist eine Pauschale – die tatsächliche Einkommensteuer ist progressiv, Kranken-/Pflege-/Rentenversicherung hängen von deiner Situation ab.

Stundensatz berechnen: die Formel

Der Rechner geht den umgekehrten Weg der meisten Kalkulationen – er startet bei dem, was am Ende übrig bleiben soll:

  1. Ziel-Netto → Gewinn vor Steuer: Jahresnetto ÷ (1 − Steuer- & Sozialquote).
  2. + Betriebskosten = Umsatz: Versicherungen, Software, Büro, Fortbildung addieren.
  3. ÷ abrechenbare Stunden = Mindestsatz: Arbeitsstunden × Auslastungsquote.
  4. × (1 + Gewinnaufschlag) = empfohlener Satz: Puffer für Rücklagen und Verhandlung.

Die Steuer- & Sozialquote ist bewusst eine Pauschale. Die echte Einkommensteuer ist progressiv und die Kranken-/Renten-Beiträge hängen von deiner Versicherung ab – für eine erste Orientierung genügt der Pauschalwert, für die Steuererklärung nicht. Wichtig ist vor allem die abrechenbare Auslastung: Kaum jemand rechnet 100 % der Arbeitszeit ab. Akquise, Angebote, Buchhaltung und Weiterbildung sind reale, aber unbezahlte Stunden. Setzt du sie realistisch an (oft 60–75 %), schützt dich das vor dem häufigsten Kalkulationsfehler: einem Satz, der auf dem Papier reicht, im Alltag aber nicht.

Benchmarks nach Beruf

Der faire Satz unterscheidet sich je Fachgebiet deutlich: Im DACH-Raum liegt der Durchschnitt laut dem Freelancer-Kompass 2025 (freelancermap) bei 104 € pro Stunde – die Spanne reicht aber von rund 82 € (Grafik/Content) bis 120 € (Beratung). Deshalb solltest du deinen Stundensatz berechnen und ihn anschließend gegen den Wert deines Fachgebiets spiegeln. Wähle deinen Beruf für recherchierte Vergleichswerte:

Liegt dein im Rechner ermittelter Satz deutlich unter dem Benchmark, ist das meist kein Zeichen überhöhter Marktwerte, sondern ein Hinweis auf zu niedrig angesetztes Ziel-Netto oder eine zu optimistische Auslastung. Beides lässt sich oben direkt anpassen.

Stunden-, Tages- oder Projektpreis?

Den Stundensatz berechnen ist der erste Schritt – abgerechnet wird in der Praxis aber oft anders. Drei Modelle sind üblich: Der Stundensatz passt für offene, schwer planbare Aufgaben und Support. Der Tagessatz (Stundensatz × 8) ist in IT und Beratung Standard und vereinfacht die Projektplanung. Die Projektpauschale entkoppelt dein Honorar von der Zeit – wer effizient arbeitet, verdient mehr, trägt aber das Risiko der Fehlkalkulation. Welches Modell du wählst, ändert nichts an der Kalkulationsgrundlage: Alle drei leiten sich vom selben Mindestsatz ab, den der Rechner ausgibt.

Plane außerdem regelmäßige Anpassungen ein. Steigende Lebenshaltungskosten, mehr Erfahrung und eine geschärfte Spezialisierung rechtfertigen Erhöhungen – wer seinen Satz über Jahre einfriert, verliert real an Einkommen. Eine jährliche Neukalkulation mit aktuellen Zahlen ist deshalb Pflicht, nicht Kür.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meinen Stundensatz als Selbstständiger?

Rückwärts vom Ziel-Netto: Teile dein gewünschtes Jahresnetto durch (1 − Steuer-/Sozialquote), addiere die Betriebskosten und teile durch deine tatsächlich abrechenbaren Stunden. Das Ergebnis ist dein Mindestsatz; ein Gewinnaufschlag darauf ergibt den empfohlenen Satz.

Was ist ein typischer Stundensatz für Freelancer?

Laut Freelancer-Kompass 2025 liegt der DACH-Durchschnitt bei 104 € pro Stunde. Je nach Fachgebiet schwankt das stark – von rund 82 € (Grafik/Content) bis 120 € (Beratung).

Warum reicht das Angestelltengehalt nicht als Vergleich?

Aus dem Stundensatz musst du Steuern, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung, Urlaub, Krankheit, Fortbildung und unbezahlte Akquise selbst tragen. Ein scheinbar hoher Satz ist deshalb kein direkter Mehrverdienst gegenüber der Festanstellung.

Wie viele Stunden im Jahr kann ich abrechnen?

Selten alle. Realistisch sind 60–75 % der Arbeitszeit abrechenbar – der Rest geht für Akquise, Verwaltung und Weiterbildung drauf. Genau diese Auslastungsquote stellst du im Rechner ein.

Wie oft sollte ich meinen Stundensatz prüfen?

Mindestens einmal jährlich und immer dann, wenn sich Auslastung, Betriebskosten oder Marktnachfrage spürbar ändern. Ein über Jahre eingefrorener Satz bedeutet bei steigenden Kosten faktisch eine schleichende Gehaltskürzung.

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